Weihnachtsmarkt
Kasseneinrichtung und Konfiguration für einen Weihnachtsmarktstand. Vom leeren Konto bis zur vollen Abendschlange: Ausrüstung, Winterkarte, Saisonkräfte und der Tagesabschluss.
Wozu diese Anleitung dient
Ein Weihnachtsmarkt ist ein Marktstand mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Die Saison dauert vier bis sechs Wochen, die Schlange kommt auf einmal, wenn die Lichter angehen, hinter der Theke stehen oft Saisonkräfte, und alle arbeiten in der Kälte. Diese Anleitung richtet POSolid genau dafür ein: eine Kasse auf dem Handy oder Tablet, das Sie schon haben, eine Karte, auf der ein Glühwein mit Schuss noch immer ein schneller Verkauf ist, eine PIN für jede Saisonkraft und jeden Abend Zahlen, die zeigen, wie Sie sich für den nächsten eindecken.
Kurz gesagt: Ein Handy, eine Powerbank und eine kurze Karte sind eine vollständige Kasse. Alles andere auf dieser Seite ist optional. Die Grundlagen des Verkaufs vom Stand beschreibt Marktstand; diese Seite ergänzt, was speziell für die Weihnachtssaison gilt.
Was Sie brauchen
| Was | Wofür | Hinweise |
|---|---|---|
| Ein Handy oder Tablet | Ihre Kasse — nimmt Bestellung und Zahlung an | Was Sie schon besitzen. Ein Tablet hat größere Knöpfe, das hilft bei kalten Händen und Handschuhen. |
| Mobiles Internet | POSolid läuft in der Cloud und braucht beim Verkauf eine Verbindung | Ein voller Platz kann abends das Mobilfunknetz überlasten — siehe „Die Verbindung“ unten. |
| Eine Powerbank | Kälte leert Akkus deutlich schneller | Tragen Sie die Powerbank in einer Innentasche, nicht auf der Theke. |
| Touchscreen-Handschuhe | damit niemand für jeden Tipp die Handschuhe ausziehen muss | Günstig, und sie machen für das Tempo mehr aus als jede Einstellung. |
| Fiskaldrucker — je nach Land | in manchen Ländern gesetzlich vorgeschrieben | Auch ein Stand auf Zeit ist ein Verkaufspunkt. In Polen: Posnet, Novitus oder Elzab — siehe Unterstützte Fiskaldrucker oder Fiskaldrucker in anderen Ländern. |
| Optional: ein Kartenterminal | die meisten Gäste wollen mit Karte zahlen | Von Ihrem Zahlungsanbieter, arbeitet eigenständig. Sie erfassen die Zahlungsart, damit die Tageseinnahmen stimmen. |
| Optional: ein Thermodrucker | Belege und Bestellnummern | Siehe Unterstützte Thermodrucker. |
| Optional: ein zweites Gerät | ein zweites Paar Hände in der Wochenendspitze | Jedes Handy oder Tablet mit Browser und Mitarbeiter-PIN. Beide sehen dieselben Bestellungen. |
„Optional“ heißt Ihre Wahl — kein Aufpreis. Jede Funktion dieser Anleitung ist ab dem ersten Tag im Abo enthalten. Geld geben Sie nur für Geräte aus, und nur wenn Sie sie wollen.
Erste Schritte
- Organisation anlegen — siehe Konto anlegen. Setzen Sie Land, Währung und, in Polen, Ihre Steuereinstellungen.
- Winterkarte aufbauen unter Speisekarte → Katalog — siehe „Die Winterkarte“ unten.
- Kasse entschlacken unter Einstellungen → Bestellkonfiguration: Tisch zuweisen aus, Auswahl der Bestellart aus und Zahlung vor Annahme der Bestellung verlangen an — am Stand bewegen sich Getränk und Geld gemeinsam. Pager-Nummern lassen Sie nur an, wenn Sie frisch zubereiten und Nummern aufrufen.
- Polen: Fiskaldrucker hinzufügen und dessen Option fiskal einschalten — siehe Unterstützte Fiskaldrucker.
- Saisonkräfte anlegen — siehe „Saisonkräfte“ unten.
- POSolid als App installieren auf jedem Gerät, damit es im Vollbild öffnet — siehe App installieren.
- Probelauf vor dem ersten Abend: jede Bechergröße einmal verkaufen, eine Kartenzahlung annehmen und beides in den Berichten wiederfinden.
Die Winterkarte
Ein Knopf pro Getränk, nicht pro Größe. Legen Sie Glühwein einmal an und geben Sie ihm Varianten für die Bechergrößen (etwa 0,2 l und 0,3 l). Extras wie ein Schuss Rum oder Amaretto sind Modifikatoren — siehe Modifikatoren. Wer bedient, tippt einen Knopf und beantwortet eine Frage, statt unter sechs fast gleichen Artikeln zu suchen.
Halten Sie sie kurz. Ein Weihnachtsstand verkauft meist drei bis fünf Getränke, ein paar warme Snacks und vielleicht Geschenke. Stellen Sie die Getränke an den Anfang, in der Reihenfolge, in der sie verlangt werden, damit der Renner immer der erste Tipp ist.
Becherpfand. POSolid hat keine eigene Pfandfunktion. Verlangt Ihr Markt Becherpfand, legen Sie es als eigenen Artikel an (etwa „Becherpfand“), damit es mit dem Getränk berechnet wird und im Tagesabschluss getrennt erscheint. Wie zurückgegebene Becher erstattet werden, hängt vom Pfandsystem Ihres Marktes ab — klären Sie den Ablauf mit Ihrem Personal vor dem ersten Abend.
Rezepte, wenn Sie Bestand führen. Unter Rezepte legen Sie fest, wie viel Wein und Gewürz in einen Liter Glühwein geht, und jeder Verkauf bucht die Zutaten ab — siehe Lager. Über eine sechswöchige Saison zeigt genau das, wann Sie nachbestellen müssen, bevor es am Samstag ausgeht.
Saisonkräfte
Weihnachtsmärkte leben von Menschen, die für ein paar Wochen eingestellt werden und nach wenigen Minuten verkaufen müssen.
- Geben Sie jeder Person eine eigene PIN — siehe Schnellzugriff per PIN und Personal & Rollen. Bei einem gemeinsamen Login lässt sich nicht sagen, wer was verkauft hat.
- Geben Sie ihnen eine Rolle, die die Kasse zeigt und sonst nichts. Eine Aushilfe braucht keine Berichte, keinen Karteneditor und keine Einstellungen.
- Schalten Sie Arbeitsschichten ein, wenn Sie stundenweise bezahlen — das Personal stempelt sich am selben Gerät ein und aus, an dem es verkauft. Siehe Arbeitsschichten.
- Löschen Sie nach der Saison ihre Konten unter Personal & Rollen, damit die PINs vom Vorjahr im nächsten Jahr nicht mehr funktionieren.
Die Verbindung
POSolid im Browser braucht eine Verbindung: Ohne Netz können Sie keine Bestellungen annehmen. An einem vollen Abend können Tausende Handys auf einem Platz das mobile Internet bremsen oder ganz lahmlegen, auch wenn am Nachmittag alles lief.
- Testen Sie Ihren Platz zur Stoßzeit, nicht morgens beim Aufbauen.
- Ein kleiner 4G/5G-Router mit eigener SIM-Karte hält die Verbindung meist besser als ein Handy, und alle Geräte am Stand können ihn nutzen.
- Die Android-App (derzeit in der Beta) nimmt Bestellungen auch ohne Netz an und überträgt sie, sobald die Verbindung zurück ist. Sie laden sie über die Karte POSolid für Android auf Ihrer Profilseite herunter. Die Browser-Version stellt keine Bestellungen in eine Warteschlange.
Empfohlene Ausstattung
Minimum — eine Person, ein Getränkestand
Ein Handy, eine Powerbank und Touchscreen-Handschuhe. Eine Kategorie Getränke mit Größenvarianten, Zahlung an. Eine vollständige Kasse ohne Hardwarekosten.
Empfohlen — Karten, Belege und Aushilfen
Ergänzen Sie ein Kartenterminal, einen Thermodrucker, wenn Gäste Belege verlangen, und eine PIN für jede Saisonkraft. Nehmen Sie ein Tablet, wenn auf der Theke Platz ist.
Voll — volle Wochenenden, mehrere Stände
Ein zweites Gerät für die Wochenendspitze, ein 4G/5G-Router, Arbeitsschichten für Stundenkräfte und Rezepte für den Bestand. Jeder weitere Stand ist ein eigener Betrieb mit eigener Karte, eigenem Personal und eigenen Berichten, und Sie wechseln ohne Abmelden zwischen ihnen. Eine Lizenz gilt für einen Betrieb, jeder Stand braucht also eine eigene.
Wichtig zu wissen
- Netz zur Stoßzeit prüfen. Der Test am Nachmittag täuscht.
- Kälte frisst Akkus. Halten Sie Powerbanks warm und nehmen Sie mehr mit, als Sie zu brauchen glauben.
- Varianten statt Duplikate. Ein Glühwein mit Größen ist besser als drei getrennte Knöpfe.
- Eine PIN pro Person. Nur so wissen Sie, wer in welcher Schicht was verkauft hat.
- Polen: Drucken Sie den Tagesbericht, bevor Sie abbauen, nicht zu Hause.
- Vergleichen Sie Abende. Der Stundenbericht zeigt, wann der Ansturm wirklich beginnt — danach planen Sie Personal und Ware.
Häufige Fragen
Q: Kann ich nur für die Weihnachtssaison zahlen?
A: Ja. Das Abo ist monatlich, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigungsgebühr. Starten Sie die 14-tägige kostenlose Testphase ein, zwei Wochen vor Marktbeginn, um die Karte einzurichten.
Q: Kann POSolid Becherpfand verwalten?
A: Eine eigene Pfandfunktion gibt es nicht. Legen Sie das Pfand als eigenen Artikel an, damit es mit dem Getränk berechnet wird und im Tagesabschluss getrennt erscheint.
Q: Funktioniert es mit Handschuhen?
A: Mit Touchscreen-Handschuhen ja. Halten Sie die Karte kurz und nehmen Sie wenn möglich ein Tablet — größere Knöpfe trifft man mit kalten Fingern leichter.
Q: Was passiert, wenn abends im Gedränge das Netz ausfällt?
A: Im Browser können Sie keine Bestellungen annehmen, bis die Verbindung zurück ist. Ein eigener 4G/5G-Router hilft; die Android-App (Beta) nimmt Bestellungen offline an und überträgt sie, sobald die Verbindung wieder steht.
Q: Brauchen Aushilfen eine Schulung?
A: Ein paar Minuten, wenn die Karte kurz ist. Geben Sie jeder eine PIN und eine Rolle, die nur die Kasse zeigt.
Q: Ich betreibe einen Glühweinstand und einen Essensstand. Ein Konto?
A: Ja — ein Login, zwei Betriebe, jeder mit eigener Karte, eigenem Personal und eigenen Berichten. Jeder Betrieb braucht eine eigene Lizenz.